
15:13, eine weiche Jazzstimme, wahrscheinlich Diana Crall weckt Florian F. aus seinem 13 stündigen Schlummer. Er hat wohl das Radio angelassen.
Bedächtig gräbt sich Florian durch flauschige Daunenberge, noch immer halbblind und schlaftrunken.
Seine Füße finden die von seiner Mutter sorgsam bereitgestellten Morgenpatschen und Florian wälzt sich aus dem wohligen Brutmilieu seines Bettes. Die ersten Schritte, natürlich Richtung Küche, sind noch unsicher und langsam, der Körper muss ja erst in die Gänge kommen.
Mikrowellenwarme Choco-Pops warten bereits, auf dem von Florians Mutter liebevoll mit Rosenblüten deckorierten Küchentisch.

Florian zerkaut sein leckers Frühstück , während er das Fernsehrprogramm der letzten Woche durchblättert. Das Meiste hat er schon gesehen.
Dann isst er noch eine Tafel Milka Alpenmilchschokolade, mit Trüffelfüllung,... fürs Wohlbefinden.
Noch ein Glas Milch, nicht zu schnell getrunken, damit man sich nicht verschluckt, und Florian schlendert unbefangen ins Bad.
Nach einer ausgiebigen (41 minütigen) Dusche reibt ihn seine Mutter noch mit Nivea-Creme ein, stylt seine Haare und hilft ihm beim Anziehen, dann geht es ab auf die Uni, in Papas Geländewagen, einem Hummer 1 (gehört heutzutage zum guten Ton).

Florian studiert nämlich Pharmazie, genau wie es seine Mama und sein Papa vor ihm getan haben.
Hektisches Getue liegt ihm nicht, und so ist es nur Recht und billig für ihn, im 21. Semester zu sein.
Ganz im Sinne des Montessori-Systems lernt Florian nur, wenn er Lust dazu hat. So wird sein Potenzial voll ausgeschöpft.
Die Ringvorlesung der Pharmazie hat er so auch schon geschafft, der Rest ist dann nur noch eine Frage der Zeit... und davon ist genügend vorhanden, sagt sein Papa immer.
Eine Stunde pro Woche sollte man aber schon im Pharmaziezentrum verbleiben, zur Motivation.
Um unnötigen Aufwand zu vermeiden, holt Florians Mutter ihn immer von der Uni ab, ein Anruf genügt, ist ja selbstverständlich!
Den Abend verbringt Florian gerne zu Hause entweder vor dem PC, alternativ aber auch vor dem Fernseher, da dieser immer noch ein bedeutendes Instrument der Unterhaltung darstellt.

Frische Erdbeermarmelade, lege artis gemischt mit Butter steht immer bereit, um Florians Abende zu versüßen. Der nächtliche Kakao ist Florian am Wichtigsten: Hier muss Mama sich voll konzentrieren, um das richtige Milch/Kakao/Zuckergemisch herstellen zu können, aber zum Glück passiert ihr so gut wie nie auch nur der kleinste Fehler, ganz zur Zufriedenheit von Florians Gaumen.

Es soll dem guten Buben an nichts fehlen... sagt Oma immer und legt Florian jeden Abend 500 Euro unter den Kopfpolster, die er meist während dem Fernsehen entdeckt.
Davon kauft Florian gerne Fitnessgeräte aus dem Teleshop oder Tresore für seine unbezahlbare Uhrensammlung. Manchmal auch neue Bettmatratzen, da diese in einem anständigen Haushalt alle 2 Wochen von einem Sachkundigen gewechselt werden müssen.



Gerade ein Pharmaziestudent muss sich ja gut ausschlafen können.
Darüber hinaus schläft Florian sehr viel und gerne, was ihm auch vergönnt sein soll, dem lieben Bub!
Wir wünschen dir alles Gute Florian, studiere weiter so fleißig!
